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Die belagerte Welt - CD MIT E-BOOK PDF

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Allgemeiner Preis: 9,99 € Unser Preis: 9,99 € pro Stück
Autor: Kees van der Pijl Kees van der Pijl

Einführung

Meine These in diesem Buch ist, dass die Gesellschaft, wie wir sie kennen, der globale Kapitalismus mit seiner Basis im Westen, in eine revolutionäre Krise geraten ist. Nach jahrelanger Vor­be­reitung hat die herrschende Oligarchie, die heute weltweit die Macht ausübt, den Ausbruch der SARS-CoV-2 zugeschriebenen Atemwegserkrankung Covid-19 zum Anlass genommen, Anfang 2020 einen globalen Ausnahmezustand auszurufen. Mit dieser Machtergreifung soll verhindert werden, dass die Revolution der Informationstechnologie (im Folgenden: IT-Revolution), die in dieser Hinsicht mit dem Aufkommen des Buchdrucks am Ende des Mittelalters verglichen werden kann, einen demokratischen Wandel einleitet.

Im Jahr 2008 kam die Spekulationsmaschine eines 20 Jahre zu­vor entfesselten Kapitalismus zum Stillstand. Das Kasino wurde nach kurzer Zeit wiedereröffnet, mit einem Wasser­scha­den, wie es schien, doch in der Zwischenzeit hatte sich in der Weltbevölkerung eine nie dagewesene Unruhe entwickelt. Anders als am Vorabend des Ersten Weltkriegs hatte die Mas­senunzufriedenheit keine eindeutige politische Ausrich­tung, da die IT-Revolution, anders als die industrielle Revolu­tion, keine organisierte revolutionäre Kraft wie die sozialistische Arbeiterbewegung hervorbrachte. Die Unruhen, die nach 2008 aufkamen, gingen in alle Richtungen – Arabischer Frühling, Oc­cupy Wall Street, die Gelbwesten in Frankreich und so weiter. Streiks, Unruhen und regierungsfeindliche Demonstrationen so­wie Massenmigration und Drogenmissbrauch haben seither alle bisherigen Rekorde gebrochen – bis die Weltgesundheits­organi­sation den Notstand ausrief. Regierungen auf der ganzen Welt folgten und verhängten Ausnahme­zustände, die paradoxerweise mit dem Abklingen des Virus verschärft wurden.

Dieses Buch soll zur Befreiung von der Psychose der Angst beitragen, in die die Welt gestürzt wurde. Im Laufe der Recher­chen und des Schreibens habe ich festgestellt, dass die „Pan­demie“ kein einfacher, einmaliger Betrug oder großartiger Plan ist, der von Klaus Schwab, dem Orakel von Davos, ausgeheckt und von den nationalen Regierungen gehorsam ausgeführt wird. Es handelt sich um eine komplexe historische Krise, eine Machtergreifung durch die weltweit herrschende Klasse, die von verschiedenen Ausgangspositionen aus eingeleitet wurde. Vieles von dem, was über die Covid-„Pandemie“ noch geheimnisum­wittert ist, bleibt vorläufig unenthüllt. Es scheint sicher, dass das Virus aus einem Labor entwichen ist, aber aus welchem, wissen wir nicht. Was wir feststellen können, ist, dass die offizielle Dar­stellung dessen, was um uns herum geschieht, in hohem Maße unrichtig ist und irgendwann zusammenbrechen wird. Die Zeitspanne, bis dies geschieht, sollte nicht unterschätzt werden, denn die Mainstream-Medien sind ein wichtiger Teil des Kom­plexes von Kräften, die in diesem Prozess die Macht ergriffen haben. Täuschung und Propaganda in Bezug auf wichtige histo­rische Ereignisse sind seit den 1990er Jahren zur Routine ge­worden.

Entscheidend ist, dass die Machtergreifung der „Coroni­sten“ einen demokratischen Übergang zu einer Gesellschaft jenseits des Kapitalismus verhindert. Die revolutionäre Krise, die jetzt akut geworden ist, besteht darin, dass die Regierungen ihre Be­völkerungen als Geiseln genommen haben und sie nicht frei­zulassen wagen oder können. Dies ist ein weiterer Grund, wa­rum das ganze Unternehmen zum Scheitern verurteilt ist. Zu viel ist zu früh und unzusammenhängend in Gang gesetzt wor­den, und die Widersprüche zwischen den verschiedenen Interes­sen und Institutionen, die scheinbar alle übereinstimmen, wer­den zwangsläufig in einen offenen Konflikt münden.

 

Das Buch ist wie folgt aufgebaut. Im ersten Kapitel stelle ich die wichtigsten Fakten zur Pandemie vor, die deut­lich machen, dass wir es nicht mit einem medizinischen, sondern mit einem politischen Notfall zu tun haben. Was sich vor unseren Augen abspielt, ist der schrittweise Austausch des westlichen Liberalismus gegen eine autoritäre Staats- und Ge­sellschaftsstruktur, alles im Namen des „Virus“. Der im Früh­jahr 2020 ausgerufene Kriegszustand dient in Wirklichkeit der Sicherung der bestehenden Ordnung; wie George Orwell in sei­nem prophetischen Roman 1984 darlegte, dienen alle modernen Kriege in erster Linie diesem Zweck. Doch der Ausnahme­zu­stand hat im Westen andere Vorläufer als in den sogenannten Anwärterstaaten wie China. Deren Gesellschaften leben in ge­wissem Sinne in einem permanenten Ausnahmezustand. Daher ist auch die Art und Weise, in der die Bevölkerung Repressionen ausgesetzt ist, eine andere. In einem Land wie China sind die Menschen seit Generationen an die Grenzen des politischen Engagements gewöhnt; in der liberalen Tradition hingegen sind drakonische, nur mit psycho­lo­gischer Kriegsführung und geistiger Folter vergleichbare Sanktionen nötig.

In Kapitel 2 gehe ich auf die Frage ein, warum dieser Prozess eingeleitet wurde, wenn es keinen echten medizinischen Notfall gibt. Der Vergleich mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg ist hier angebracht. Auch hier ist in bestimmten Regionen und Län­dern eine zunehmende Welle von Volksunruhen zu beobachten, die an einen Aufstand grenzen. Im Nahen Osten und in Län­dern wie Indien, Chile und Frankreich traten Bewegungen auf den Plan, die in der Lage waren, Regierungen zu stürzen, oder dies bereits getan hatten und die den herrschenden Klas­sen in aller Welt Angst einflößten. Mit dem Ausnahmezustand von Covid ist die Volksbewegung in ihrer ganzen Vielfalt vorerst ein­ge­fro­ren worden. Die spezifische soziale Struktur Nordame­ri­kas, Australasiens und Europas hat diese Quasi-Normalisierung bisher begünstigt. Auf der einen Seite haben wir einen kosmo­politischen Kader, der für die Oligarchie arbeitet und sich in den Großstädten konzentriert. Er teilt sich den städtischen Raum mit einer wachsenden Einwandererpopulation, die vor allem in niederen Berufen tätig ist. Ihr gegenüber steht eine margina­li­sierte einheimische Bevölkerung, die weitgehend überflüssig ge­worden ist. In diesem komplexen Kräftegefüge hat sich eine politische Pattsituation herauskristallisiert, in der die Bezeich­nun­gen „links“ und „rechts“ an Aussagekraft verlieren, die aber dennoch ein revolutionäres Potenzial birgt. Das Kapitel be­schreibt auch die Schattenstrukturen der Repression, die die vorherige Ära des Klassenkompromisses begleiteten. Diese sind nun offen zutage getreten und haben sich Methoden der Auf­standsbekämpfung zu eigen gemacht, um dem wachsenden Wi­derstand gegen den Ausnahmezustand zu begegnen.

In Kapitel 3 analysiere ich die Covid-Krise als Machtergrei­fung, die der Gesellschaft eine „neue Normalität“ aufzwingen soll. Jede Machtausübung im liberalen Kapitalismus beruht auf einem Gesellschaftsvertrag mit einer begleitenden Ideologie, einem umfassenden Herrschaftskonzept, das die Rolle ersetzt, die zuvor die Religion, die Nation oder eine Zivilisation gespielt hat. Diesmal hat sich die herrschende Klasse dafür entschieden, nicht darauf zu warten, dass sich eine „neue Normalität“ orga­nisch aus dem Prozess der Klassenbildung ergibt, wie nach dem Zweiten Weltkrieg und in den 70er Jahren. Der Kapitalismus ist nicht mehr in der Lage, einen rationalen Klassenkompromiss herbei­zuführen, und hat stattdessen begonnen, mittels Worst-Case-Szena­rien zu regieren. Der neue Machtblock, der aus den nachrichtendienstlichen Bedürfnissen des nationalen Sicher­heitsstaats der USA hervorgegangen ist und als IT-Monopole und ausufernde (Multi-)Me­dienkon­glo­merate privatisiert wurde, hat das Covid-Szenario durch einen externen Schock von oben aufgezwungen, der eine Überwachungsgesellschaft schaffen soll. Das Finanzwesen hatte von den IT-In­no­vationen profitiert, aber nach dem Crash von 2008 wurden die riskantesten Formen der Spekulation durch die Umstrukturierung der Finanzkontrolle in Form von „passiven Indexfonds“ wie BlackRock eingedämmt. Ob die Covid-Krise genutzt wurde, um einem drohenden Fi­nanzkollaps zuvorzukommen, die Wiederwahl des po­puli­sti­schen Präsidenten Donald Trump zu verhindern, oder bei­des, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Der nationale Popu­lis­mus, der die politische Krise der westlichen Demokratie über­winden will, indem er wie in den 1930er Jahren die Unzu­frie­denheit gegen die privilegierten städtischen Kader und gegen Einwan­de­rer mobilisiert, präsentiert sich als revolutionäre Kraft. Doch unter den gegenwärtigen Bedingungen scheint der Main­stream in der Oligarchie diese Hilfskraft vorerst nicht zu brauchen.

In Kapitel 4 zeige ich, dass eine – reale oder eingebildete – Pande­mie zum idealen Deckmantel für die Etablierung der Über­wachungs­gesellschaft geworden ist, ohne auf offene Ge­walt zurückgreifen zu müssen. Nachdem die Angst vor dem Terrorismus nachgelassen hatte, erwiesen sich die vermeintliche Bedrohung durch „Putin“, das Gespenst des Klimawandels und andere Worst-Case-Szenarien als ungeeignet, die Gesellschaft in gleichem Maße zu mobilisieren. Der Ausbruch einer unbekann­ten Infektionskrankheit hat sich stattdessen als äußerst wirk­sa­me Umsetzung der Politik der Angst erwiesen, auf die sich die Legitimität der Regierungen im Westen nach dem Zusammen­bruch des Staatssozialismus stützt. Nach der Jahrhundertwende zeigten SARS-1, die Vogelgrippe und nach dem Finanzkollaps die Mexiko- oder Schweinegrippe-Panik von 2009, was mit ei­nem Virusalarm politisch möglich war, auch wenn diese Epi­demien nicht weit genug verbreitet waren, um die Verhängung eines Ausnahmezustands zu ermöglichen. Doch die Lockdowns in China und Kanada zur Zeit von SARS-1 haben gezeigt, dass die Bürger einen solch radikalen Eingriff als Test für ihre Staats­bürgerschaft, ja sogar für ihren Patriotismus empfinden. 2010 entwarf die Rockefeller Foundation ein detailliertes Szenario für eine imaginäre Pandemie, die eine Massenunterdrückung er­mög­lichen würde. In den darauffolgenden Jahren wurde das Dreh­buch für eine integrale Abschaltung der Gesellschaft im Detail ausgearbeitet. Dabei diente die Gates Foundation von Micro­soft-Gründer Bill Gates, dem Exponenten des IT-Machtblocks schlechthin, als Schaltzentrale, über die das Virenszenario an die WHO, die nationalen Regierungen und den eigentlichen biopoli­ti­schen Komplex, auf den ich in Kapitel 6 näher eingehe, weiter­geleitet wurde.

Einer der unsichersten Faktoren in der Covid-Krise ist das Verhältnis zwischen dem Westen, insbesondere den USA, und China. In Kapitel 5 zeige ich, dass die USA eine umfassende Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur für biologische Kriegsführung aufgebaut haben, die auf Russland und China ausgerichtet ist und Schwarzafrika als zusätzliches Testgebiet nutzt. Paradoxerweise gab es auch im Bereich der mikrobiolo­gi­schen Forschung eine enge Zusammenarbeit mit China, obwohl China ein Machtkonkurrent ist, der z. B. im IT-Bereich als Geg­ner behandelt wurde. Im Laufe des Jahres 2019 ging die US-chi­nesische Zusammenarbeit bei der Bioabwehr schief, an der auch Kanada beteiligt war. Dass „das Virus“ aus einem Labor ent­wich, in dem Viren „verbessert“ wurden, um sie gefährlicher zu machen, scheint sicher zu sein, aber ob es sich dabei um das Labor in Wuhan handelte, an das die USA Forschungsaufträge vergeben hatten, oder um Fort Detrick in Maryland, ist unge­wiss. Das Kapitel schließt mit der Feststellung, dass es trotz der autoritären Umwandlung des liberalen Westens in das chine­si­sche Modell angesichts der raschen Verschiebung des Kräfte­ver­hältnisses unwahrscheinlich ist, dass dies auch zu einem stabilen, „ultraimperialistischen“ Waffenstillstand in den gegenseitigen Beziehungen führen wird.

In Kapitel 6 erörtere ich die Pandemie als Katastrophen­kapi­ta­lismus, Naomi Kleins Begriff für die wirtschaftlichen Möglich­keiten, die sich für Unternehmen durch große Katastrophen er­geben. In diesem Fall sind dies Chancen für den biopolitischen Komplex, insbesondere für die pharmazeutische Industrie, den Biotech-Sektor, die Gates-Stiftung und medizinische Schulen und Forschungszentren wie die Johns Hopkins University. Die Internationalisierung des Staates, bei der die einzelnen Regierun­gen die auf globaler Ebene festgelegten Richtlinien umsetzen, bot die Kanäle, über die der Geheimdienst-IT-Medien-Block im Verbund mit dem biopolitischen Komplex den Covid-Aus­nah­mezustands durchsetzen konnte. Im Laufe des Jahres 2019 wer­den wir sehen, wie eine Reihe von Planungstreffen einen möglichen Virusausbruch vorbereitete, sich ins­besondere auf die „Infodemie“ abweichender Meinungen kon­zentrierte und die politische Stoßrichtung des angenommenen medizinischen Notfalls hervorhob. Warum der aufstrebende Machtblock eine echte Gesundheitskatastrophe riskierte, indem er Pharmaunternehmen erlaubte, experimentelle Gentherapien ohne ordnungsgemäße Tests als Impfstoffe an die Weltbe­völ­ke­rung zu vermarkten, ist ein Rätsel; es sei denn, es gibt Pläne, die Menschheit biochemisch zu kontrollieren, vielleicht mit Hilfe von IT und/oder Nanotechnologie, und die „Impfung“ unter dem Deckmantel einer Pandemie wäre das Mittel, um auf die menschliche Biomasse zuzugreifen. Ich behaupte, dass es sich hierbei um einen völlig verfrühten Sprung handelt, der aus der Angst vor der Weltbevölkerung und den Fantasien der reichsten IT- und Medienoligarchen wie Gates, Eric Schmidt von Google und anderen hervorging.

Das abschließende Kapitel 7 untersucht die Möglichkeiten der IT-Revolution für einen anderen Kurs, der auf radikale De­mokratie und digitale Planung abzielt. Das Besondere an der IT-Revolution ist, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Wider­spruch zwischen individueller Freiheit und kollektiver so­zialer und ökologischer Sicherheit prinzipiell überwunden wird. Die herrschende Klasse des kapitalistischen Westens ist sich die­ses Potenzials bewusst und will es im Keim ersti‑cken; auch die herrschenden Klassen der nicht-westlichen Länder sind an die­sem Eingriff interessiert, wenn sie nicht schon selbst wichtige Schritte zur permanenten Überwachung ihrer Bevölkerungen unternommen haben. Wie der (Staats-)Sozialismus leidet auch die Planung nach der Stagnation und dem Zusammenbruch der sowjetischen Kommandowirtschaft heute unter einem schlech­ten Ruf, obwohl alle großen Unternehmen digitale Logistik­sy­ste­me einsetzen. In diesem Kapitel zeige ich, dass zu Sowjetzeiten bemerkenswerte Initiativen ergriffen wurden, um ein solches di­gitales Planungssystem auf nationaler Ebene zu implementieren, was jedoch aufgrund von bürokratischem Konservatismus und mangelnder Demokratie scheiterte. In Chile wurde ein ver­gleich­bares Experiment durch den Pinochet-Putsch abgebro­chen. Diesmal ist es anders. Die Welt ist von der Oligarchie in eine revolutionäre Situation gezwungen worden und steht nun vor der Wahl, sich zu fügen oder sich für eine tragfähige Alter­native zu entscheiden, die die Enteignung der milliardenschwe­ren Besitzer des, wie Marx es nannte, „sozialen Gehirns“ mit sich bringen würde. In diesem Prozess wird eine breite, politisch heterogene Freiheitsbewegung entstehen, die die Demokratie wiederherstellt und erneuert und dabei die Möglichkeiten der IT-Revolution für eine lebensfähige menschliche Zukunft nutzt – oder untergeht.

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