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Die belagerte Welt - HARDCOVER

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Allgemeiner Preis: 24,90 € Unser Preis: 24,90 € pro Stück
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Autor: Kees van der Pijl Kees van der Pijl

ACHTUNG: DIE NACHFRAGE NACH GEBUNDENEN EXEMPLAREN HAT UNS ÜBERROLLT. MÖGLICHERWEISE KÖNNEN BESTELLUNGEN IM DEZEMBER ERST IM JANUAR AUSGELIEFERT WERDEN.
IN DEM FALL BIETEN WIR ALS ENTSCHÄDIGUNG EINEN DOWNLOAD DER PDF-VERSION MIT QUELLENANHANG AN, UM DIE WARTEZEIT BIS ZUR LIEFERUNG ZU VERKÜRZEN.

Kees van der Pijl ist ein Wissenschaftler, der aus seiner Seele nie eine Mördergrube gemacht hat, und immer aussprach, was erdachte. Das hat ihm im wissenschaftlichen Establishment viele Feinde eingebracht, aber auch viele Verehrer. Auch mit diesem Buch, wird er sich wieder Verleumdungen anhören müssen. Zum Beispiel die, ein "Verschwörungstheoretiker" zu sein. Denn einige seiner Thesen sind nicht belegt und nicht beweisbar. Nun kann man sich fragen, warum zur politischen Chronik ein solches Buch gehört.

Die Antwort darauf ist ziemlich einfach. In der Vergangenheit hat es unzählige Male "Verschwörungstheorien" gegeben, die sich später als Tatsachen herausstellten, und niemand mehr wollte dann etwas davon hören, dass es einmal Verschwörungstheorien waren. Wenn man aber aus der Geschichte lernen will, sollte man das wissen und zur Kenntnis nehmen, um die Gegenwart beurteilen zu können.

Im Fall von Corona gab es sogar jede Menge von Verschwörungstheorien, die sich kurz darauf als Tatsachen bewiesen. Da war z.B. das Gerücht, dass das Gesundheitsministerium Beschränkungen im öffentlichen Leben erlassen würde, die vehement bestritten wurden. Der bayrische Rundfunk hatte sogar eine Videoaufklärung veröffentlicht, welche sich über die "Verschwörungstheoretiker" lustig machte. Nur wenige Wochen später war es jedoch Tatsache.

Oder schauen wir uns die Theorie an, dass es zu einem Impfzwang kommen würde. Wer kann heute bestreiten, dass er 2021 tatsächlich existiert, wenn man in Beruf und Gesellschaft teilnehmen will? Dann erklärten Wissenschaftler, die angeblich zu Schwurblern wurden, dass die so genannte Impfung mit mRNA Stoffen zu erhöhter Thrombosegefahr führen würde. Und schwuups, einige Wochen später wird es wissenschaftlich bewiesen. Und wie ist es mit der Wirksamkeit? Von Anfang an wurde von "Verschwörungstheoretikern" gesagt, dass ein Virus, der sich in den Schleimhäuten vermehrt, mit einer Impfung nicht bekämpft werden kann, sondern höchstens schlimme Folgen, wenn das Virus in die Blutbahn gerät, und dass mit jeder zu erwartenden Mutation, eben wie im Fall aller anderen Viren, mit einem Versagen des Impfstoffes zu rechnen ist. Auch das hat sich bestätigt und ist keine Verschwörungstheorie mehr. Die Liste könnte noch lange weitergeführt werden, und jede Woche gibt es neue Nachrichten, welche Fakten, die angeblich unumstößliche waren, plötzlich verändern.

Deshalb ist es berechtigt und angemessen, die Thesen, Meinungen eines angesehenen und erfahrenen Wissenschaftlers auch dann zu veröffentlichen, wenn sie zum Zeitpunkt der Erscheinung des Buches noch Spekulation sind, aber auf erstrangigen Quellen basieren. Denn nur so können spätere Generationen lernen, wie sie wissenschaftliche und politische Aussagen zu werten haben. Aus der Vergangenheit und dem Erkennen von Verhaltensmustern und Faktenmutationen ist es möglich, zeitgenössische "Wahrheiten", angebliche "FakeNews" oder "Verschwörungstheorien" und wissenschaftliche Aussagen zu gewichten.

Dabei ist natürlich wichtig, einige Dinge zu beachten, z.B. der Interessenhintergrund von Protagonisten, der wissenschaftliche Ruf und die Abhängigkeit oder Unabhängigkeit. Aber über das Erkennen von FakeNews wird demnächst noch ein anderes Buch erscheinen.

Wir sollten uns anhören, was Kees van der Pijl zu sagen hat, damit wir später erkennen können, ob er Recht hatte, um dann unsere Schlüsse zu ziehen. Deshalb ist es wichtig, dass ältere Leser des Buches, es weitergeben an junge Menschen. Denn die werden es benötigen, um die Zukunft mitzugestalten. Und durch diese Dichte der Informationen werden selbst Menschen, die glauben, gut über die Corona-Krise informiert zu sein, überrascht werden.

Jochen Mitschka

  1. Vorsitzender des Vereins "Der Politikchronist e.V. i.Gr."

Kees van der Pijl zu seinem neuen Buch:

Meine These in diesem Buch ist, dass die Gesellschaft, wie wir sie
kennen, der globale Kapitalismus mit seiner Basis im Westen, in eine
revolutionäre Krise geraten ist. Nach jahrelanger Vorbereitung hat
die herrschende Oligarchie, die heute weltweit die Macht ausübt, den
Ausbruch der SARS-CoV-2 zugeschriebenen Atemwegserkrankung
Covid-19 zum Anlass genommen, Anfang 2020 einen globalen Ausnahmezustand
auszurufen. Mit dieser Machtergreifung soll verhindert
werden, dass die Revolution der Informationstechnologie (im
Folgenden: IT-Revolution), die in dieser Hinsicht mit dem Aufkommen
des Buchdrucks am Ende des Mittelalters verglichen werden
kann, einen demokratischen Wandel einleitet.
Im Jahr 2008 kam die Spekulationsmaschine eines 20 Jahre zuvor
entfesselten Kapitalismus zum Stillstand. Das Kasino wurde nach
kurzer Zeit wiedereröffnet, mit einem Wasserschaden, wie es schien,
doch in der Zwischenzeit hatte sich in der Weltbevölkerung eine nie
dagewesene Unruhe entwickelt. Anders als am Vorabend des Ersten
Weltkriegs hatte die Massenunzufriedenheit keine eindeutige politische
Ausrichtung, da die IT-Revolution, anders als die industrielle
Revolution, keine organisierte revolutionäre Kraft wie die sozialistische
Arbeiterbewegung hervorbrachte. Die Unruhen, die nach 2008
aufkamen, gingen in alle Richtungen – Arabischer Frühling, Occupy
Wall Street, die Gelbwesten in Frankreich und so weiter. Streiks, Unruhen
und regierungsfeindliche Demonstrationen sowie Massenmigration
und Drogenmissbrauch haben seither alle bisherigen Rekorde
gebrochen – bis die Weltgesundheitsorganisation den Notstand
ausrief. Regierungen auf der ganzen Welt folgten und verhängten
Ausnahmezustände, die paradoxerweise mit dem Abklingen des Virus
verschärft wurden.
Dieses Buch soll zur Befreiung von der Psychose der Angst
beitragen, in die die Welt gestürzt wurde. Im Laufe der Recherchen
und des Schreibens habe ich festgestellt, dass die „Pandemie“ kein
einfacher, einmaliger Betrug oder großartiger Plan ist, der von Klaus

Schwab, dem Orakel von Davos, ausgeheckt und von den nationalen
Regierungen gehorsam ausgeführt wird. Es handelt sich um eine
komplexe historische Krise, eine Machtergreifung durch die weltweit
herrschende Klasse, die von verschiedenen Ausgangspositionen aus
eingeleitet wurde. Vieles von dem, was über die Covid-„Pandemie“
noch geheimnisumwittert ist, bleibt vorläufig unenthüllt. Es scheint
sicher, dass das Virus aus einem Labor entwichen ist, aber aus welchem,
wissen wir nicht. Was wir feststellen können, ist, dass die offizielle
Darstellung dessen, was um uns herum geschieht, in hohem
Maße unrichtig ist und irgendwann zusammenbrechen wird. Die
Zeitspanne, bis dies geschieht, sollte nicht unterschätzt werden,
denn die Mainstream-Medien sind ein wichtiger Teil des Komplexes
von Kräften, die in diesem Prozess die Macht ergriffen haben. Täuschung
und Propaganda in Bezug auf wichtige historische Ereignisse
sind seit den 1990er Jahren zur Routine geworden.
Entscheidend ist, dass die Machtergreifung der „Coronisten“ einen
demokratischen Übergang zu einer Gesellschaft jenseits des
Kapitalismus verhindert. Die revolutionäre Krise, die jetzt akut geworden
ist, besteht darin, dass die Regierungen ihre Bevölkerungen
als Geiseln genommen haben und sie nicht freizulassen wagen oder
können. Dies ist ein weiterer Grund, warum das ganze Unternehmen
zum Scheitern verurteilt ist. Zu viel ist zu früh und unzusammenhängend
in Gang gesetzt worden, und die Widersprüche zwischen
den verschiedenen Interessen und Institutionen, die scheinbar
alle übereinstimmen, werden zwangsläufig in einen offenen Konflikt
münden.
Das Buch ist wie folgt aufgebaut. Im ersten Kapitel stelle ich die
wichtigsten Fakten zur Pandemie vor, die deutlich machen, dass wir
es nicht mit einem medizinischen, sondern mit einem politischen
Notfall zu tun haben. Was sich vor unseren Augen abspielt, ist der
schrittweise Austausch des westlichen Liberalismus gegen eine autoritäre
Staats- und Gesellschaftsstruktur, alles im Namen des „Virus“.

Der im Frühjahr 2020 ausgerufene Kriegszustand dient in Wirklichkeit
der Sicherung der bestehenden Ordnung; wie George Orwell in
seinem prophetischen Roman 1984 darlegte, dienen alle modernen
Kriege in erster Linie diesem Zweck. Doch der Ausnahmezustand
hat im Westen andere Vorläufer als in den sogenannten Anwärterstaaten
wie China. Deren Gesellschaften leben in gewissem Sinne in
einem permanenten Ausnahmezustand. Daher ist auch die Art und
Weise, in der die Bevölkerung Repressionen ausgesetzt ist, eine andere.
In einem Land wie China sind die Menschen seit Generationen an
die Grenzen des politischen Engagements gewöhnt; in der liberalen
Tradition hingegen sind drakonische, nur mit psychologischer
Kriegsführung und geistiger Folter vergleichbare Sanktionen nötig.
In Kapitel 2 gehe ich auf die Frage ein, warum dieser Prozess eingeleitet
wurde, wenn es keinen echten medizinischen Notfall gibt.
Der Vergleich mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg ist hier angebracht.
Auch hier ist in bestimmten Regionen und Ländern eine
zunehmende Welle von Volksunruhen zu beobachten, die an einen
Aufstand grenzen. Im Nahen Osten und in Ländern wie Indien, Chile
und Frankreich traten Bewegungen auf den Plan, die in der Lage
waren, Regierungen zu stürzen, oder dies bereits getan hatten und
die den herrschenden Klassen in aller Welt Angst einflößten. Mit
dem Ausnahmezustand von Covid ist die Volksbewegung in ihrer
ganzen Vielfalt vorerst eingefroren worden. Die spezifische soziale
Struktur Nordamerikas, Australasiens und Europas hat diese Quasi-
Normalisierung bisher begünstigt. Auf der einen Seite haben wir
einen kosmopolitischen Kader, der für die Oligarchie arbeitet und
sich in den Großstädten konzentriert. Er teilt sich den städtischen
Raum mit einer wachsenden Einwandererpopulation, die vor allem
in niederen Berufen tätig ist. Ihr gegenüber steht eine marginalisierte
einheimische Bevölkerung, die weitgehend überflüssig geworden ist.
In diesem komplexen Kräftegefüge hat sich eine politische Pattsituation
herauskristallisiert, in der die Bezeichnungen „links“ und
„rechts“ an Aussagekraft verlieren, die aber dennoch ein revolutionä-

res Potenzial birgt. Das Kapitel beschreibt auch die Schattenstrukturen
der Repression, die die vorherige Ära des Klassenkompromisses
begleiteten. Diese sind nun offen zutage getreten und haben sich
Methoden der Aufstandsbekämpfung zu eigen gemacht, um dem
wachsenden Widerstand gegen den Ausnahmezustand zu begegnen.
In Kapitel 3 analysiere ich die Covid-Krise als Machtergreifung,
die der Gesellschaft eine „neue Normalität“ aufzwingen soll. Jede
Machtausübung im liberalen Kapitalismus beruht auf einem Gesellschaftsvertrag
mit einer begleitenden Ideologie, einem umfassenden
Herrschaftskonzept, das die Rolle ersetzt, die zuvor die Religion, die
Nation oder eine Zivilisation gespielt hat. Diesmal hat sich die herrschende
Klasse dafür entschieden, nicht darauf zu warten, dass sich
eine „neue Normalität“ organisch aus dem Prozess der Klassenbildung
ergibt, wie nach dem Zweiten Weltkrieg und in den 70er Jahren.
Der Kapitalismus ist nicht mehr in der Lage, einen rationalen
Klassenkompromiss herbeizuführen, und hat stattdessen begonnen,
mittels Worst-Case-Szenarien zu regieren. Der neue Machtblock, der
aus den nachrichtendienstlichen Bedürfnissen des nationalen Sicherheitsstaats
der USA hervorgegangen ist und als IT-Monopole und
ausufernde (Multi-)Medienkonglomerate privatisiert wurde, hat das
Covid-Szenario durch einen externen Schock von oben aufgezwungen,
der eine Überwachungsgesellschaft schaffen soll. Das Finanzwesen
hatte von den IT-Innovationen profitiert, aber nach dem
Crash von 2008 wurden die riskantesten Formen der Spekulation
durch die Umstrukturierung der Finanzkontrolle in Form von „passiven
Indexfonds“ wie BlackRock eingedämmt. Ob die Covid-Krise
genutzt wurde, um einem drohenden Finanzkollaps zuvorzukommen,
die Wiederwahl des populistischen Präsidenten Donald Trump
zu verhindern, oder beides, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Der
nationale Populismus, der die politische Krise der westlichen Demokratie
überwinden will, indem er wie in den 1930er Jahren die Unzufriedenheit
gegen die privilegierten städtischen Kader und gegen
Einwanderer mobilisiert, präsentiert sich als revolutionäre Kraft.

Doch unter den gegenwärtigen Bedingungen scheint der Mainstream
in der Oligarchie diese Hilfskraft vorerst nicht zu brauchen.
In Kapitel 4 zeige ich, dass eine – reale oder eingebildete – Pandemie
zum idealen Deckmantel für die Etablierung der Überwachungsgesellschaft
geworden ist, ohne auf offene Gewalt zurückgreifen
zu müssen. Nachdem die Angst vor dem Terrorismus
nachgelassen hatte, erwiesen sich die vermeintliche Bedrohung
durch „Putin“, das Gespenst des Klimawandels und andere Worst-
Case-Szenarien als ungeeignet, die Gesellschaft in gleichem Maße zu
mobilisieren. Der Ausbruch einer unbekannten Infektionskrankheit
hat sich stattdessen als äußerst wirksame Umsetzung der Politik der
Angst erwiesen, auf die sich die Legitimität der Regierungen im Westen
nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus stützt. Nach
der Jahrhundertwende zeigten SARS-1, die Vogelgrippe und nach
dem Finanzkollaps die Mexiko- oder Schweinegrippe-Panik von
2009, was mit einem Virusalarm politisch möglich war, auch wenn
diese Epidemien nicht weit genug verbreitet waren, um die Verhängung
eines Ausnahmezustands zu ermöglichen. Doch die Lockdowns
in China und Kanada zur Zeit von SARS-1 haben gezeigt,
dass die Bürger einen solch radikalen Eingriff als Test für ihre
Staatsbürgerschaft, ja sogar für ihren Patriotismus empfinden. 2010
entwarf die Rockefeller Foundation ein detailliertes Szenario für eine
imaginäre Pandemie, die eine Massenunterdrückung ermöglichen
würde. In den darauffolgenden Jahren wurde das Drehbuch für eine
integrale Abschaltung der Gesellschaft im Detail ausgearbeitet. Dabei
diente die Gates Foundation von Microsoft-Gründer Bill Gates,
dem Exponenten des IT-Machtblocks schlechthin, als Schaltzentrale,
über die das Virenszenario an die WHO, die nationalen Regierungen
und den eigentlichen biopolitischen Komplex, auf den ich in Kapitel 6
näher eingehe, weitergeleitet wurde.
Einer der unsichersten Faktoren in der Covid-Krise ist das Verhältnis
zwischen dem Westen, insbesondere den USA, und China. In
Kapitel 5 zeige ich, dass die USA eine umfassende Forschungs- und

Entwicklungsinfrastruktur für biologische Kriegsführung aufgebaut
haben, die auf Russland und China ausgerichtet ist und Schwarzafrika
als zusätzliches Testgebiet nutzt. Paradoxerweise gab es auch im
Bereich der mikrobiologischen Forschung eine enge Zusammenarbeit
mit China, obwohl China ein Machtkonkurrent ist, der z. B. im
IT-Bereich als Gegner behandelt wurde. Im Laufe des Jahres 2019
ging die US-chinesische Zusammenarbeit bei der Bioabwehr schief,
an der auch Kanada beteiligt war. Dass „das Virus“ aus einem Labor
entwich, in dem Viren „verbessert“ wurden, um sie gefährlicher zu
machen, scheint sicher zu sein, aber ob es sich dabei um das Labor
in Wuhan handelte, an das die USA Forschungsaufträge vergeben
hatten, oder um Fort Detrick in Maryland, ist ungewiss. Das Kapitel
schließt mit der Feststellung, dass es trotz der autoritären Umwandlung
des liberalen Westens in das chinesische Modell angesichts der
raschen Verschiebung des Kräfteverhältnisses unwahrscheinlich ist,
dass dies auch zu einem stabilen, „ultraimperialistischen“ Waffenstillstand
in den gegenseitigen Beziehungen führen wird.
In Kapitel 6 erörtere ich die Pandemie als Katastrophenkapitalismus,
Naomi Kleins Begriff für die wirtschaftlichen Möglichkeiten,
die sich für Unternehmen durch große Katastrophen ergeben. In
diesem Fall sind dies Chancen für den biopolitischen Komplex, insbesondere
für die pharmazeutische Industrie, den Biotech-Sektor,
die Gates-Stiftung und medizinische Schulen und Forschungszentren
wie die Johns Hopkins University. Die Internationalisierung des
Staates, bei der die einzelnen Regierungen die auf globaler Ebene
festgelegten Richtlinien umsetzen, bot die Kanäle, über die der Geheimdienst-
IT-Medien-Block im Verbund mit dem biopolitischen
Komplex den Covid-Ausnahmezustands durchsetzen konnte. Im
Laufe des Jahres 2019 werden wir sehen, wie eine Reihe von Planungstreffen
einen möglichen Virusausbruch vorbereitete, sich insbesondere
auf die „Infodemie“ abweichender Meinungen konzentrierte
und die politische Stoßrichtung des angenommenen
medizinischen Notfalls hervorhob. Warum der aufstrebende Macht-

block eine echte Gesundheitskatastrophe riskierte, indem er Pharmaunternehmen
erlaubte, experimentelle Gentherapien ohne ordnungsgemäße
Tests als Impfstoffe an die Weltbevölkerung zu vermarkten,
ist ein Rätsel; es sei denn, es gibt Pläne, die Menschheit
biochemisch zu kontrollieren, vielleicht mit Hilfe von IT und/oder
Nanotechnologie, und die „Impfung“ unter dem Deckmantel einer
Pandemie wäre das Mittel, um auf die menschliche Biomasse zuzugreifen.
Ich behaupte, dass es sich hierbei um einen völlig verfrühten
Sprung handelt, der aus der Angst vor der Weltbevölkerung und
den Fantasien der reichsten IT- und Medienoligarchen wie Gates,
Eric Schmidt von Google und anderen hervorging.
Das abschließende Kapitel 7 untersucht die Möglichkeiten der
IT-Revolution für einen anderen Kurs, der auf radikale Demokratie
und digitale Planung abzielt. Das Besondere an der IT-Revolution
ist, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Widerspruch zwischen
individueller Freiheit und kollektiver sozialer und ökologischer
Sicherheit prinzipiell überwunden wird. Die herrschende Klasse des
kapitalistischen Westens ist sich dieses Potenzials bewusst und will es
im Keim ersti-cken; auch die herrschenden Klassen der nichtwestlichen
Länder sind an diesem Eingriff interessiert, wenn sie
nicht schon selbst wichtige Schritte zur permanenten Überwachung
ihrer Bevölkerungen unternommen haben. Wie der (Staats-
)Sozialismus leidet auch die Planung nach der Stagnation und dem
Zusammenbruch der sowjetischen Kommandowirtschaft heute unter
einem schlechten Ruf, obwohl alle großen Unternehmen digitale
Logistiksysteme einsetzen. In diesem Kapitel zeige ich, dass zu Sowjetzeiten
bemerkenswerte Initiativen ergriffen wurden, um ein solches
digitales Planungssystem auf nationaler Ebene zu implementieren,
was jedoch aufgrund von bürokratischem Konservatismus und
mangelnder Demokratie scheiterte. In Chile wurde ein vergleichbares
Experiment durch den Pinochet-Putsch abgebrochen. Diesmal
ist es anders. Die Welt ist von der Oligarchie in eine revolutionäre
Situation gezwungen worden und steht nun vor der Wahl, sich zu

fügen oder sich für eine tragfähige Alternative zu entscheiden, die
die Enteignung der milliardenschweren Besitzer des, wie Marx es
nannte, „sozialen Gehirns“ mit sich bringen würde. In diesem Prozess
wird eine breite, politisch heterogene Freiheitsbewegung entstehen,
die die Demokratie wiederherstellt und erneuert und dabei die
Möglichkeiten der IT-Revolution für eine lebensfähige menschliche
Zukunft nutzt – oder untergeht.

Kees van der Pijl

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